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Sonntag, 1. Juli 2012

Segeltörn in Griechenland

Nach unserer ersten Segelerfahrung um die holländischen Nordseeinseln vor 2 Jahren (Bilder), ging es dieses Jahr nach Griechenland. Dank Susi, bekamen wir die Gelegenheit uns einer grandiosen Segeltruppe aus Ingolstadt anzuschließen.
Angeführt von Skipper Jörn ging es mit der Melina (13m lange Oceanis Yacht von Beneteau) 6 Tage lang durch den Saronischen Golf entlang des Penepolese.
Die Route: Ab Athen 6 Tage zu den Saronischen Inseln
Die Crew (v.l.n.r.): Inge, Andi, Meli, Judith, Suzi, Jörn (Skipper), Kathi, Max




Anreise nach Athen

Treffpunkt für unseren Haufen von Landratten, Seichtwasserpiraten und Badewannenplantschern war Athen. Die frühe Anreise am Freitag Mittag gab uns die Möglichkeit schon mal etwas Athen zu erkunden (das Boot war erst ab Samstag Nachmittag verfügbar). Nach einem zielgerichteten (;-)) Stadtrundgang haben wir den Sonnenuntergang von der Dachterrasse unseres Hotels aus genossen.
Akropolis im Sonnenuntergang



























Da wir uns die großen Sehenswürdigkeiten (Akropolis & Co) für das 2. Wochenende aufsparen wollten ging es nach der letzten Nacht in einem feststehenden (Hotel-)Bett dann noch nach Piräus. Vor allem der alte Hafen mit seinen direkt am Hafenbecken liegenden Restaurants waren die, bei der großen Hitze doch etwas mühsame, Lauferei allemal wert.

Alter Hafen von Piräus
Langsam wurde es aber Zeit endlich unser Boot zu übernehmen. Also ab zur Marina Kalamakis wo die Melia schon auf uns wartet!
Während unser Skipper das Boot übernimmt wird gleich noch fix eingekauft: 9*6*1,5=81L Wasser, Bier, Nudeln,.....  Gott sei Dank bietet die Supermärkte hier einen ... naja, sagen wir mal Lieferservice ... an :-)
Darf ich vorstellen: Melia, eine Ocean 43 von Beneteau
 

1. Segeltag: Athen -> Poros (Russian Bay)

Nach einer ersten Nacht im Hafen geht es am Sonntag früh dann endlich raus auf See. Allerdings nicht ohne dass unser Skipper zuvor eine ordendliche Sicherheitsunterweisung durchführt. Rettungswesten, Livebelt, richtiges Verschließen der Schränke, SOS funken, Mann über Bord,...  Spätestens jetzt wurde mir mulmig :-)















Passend dazu gab es dann direkt ab der Hafenmauer gleich mal 2,5 Meter hohe Wellen.



Aber spätestens nach 10 Minuten war der Magen wieder auf Spur und die große Fahrt konnte beginnen.


Kapitän Max.



User Ziel für heute: Poros. Allerdings nicht der Stadthafen, sondern die Russian Bay: unsere erste Ankerbucht.

Anker raus, Landleine legen...
... und ab ins Wasser.

Russian Bay bei Nacht.
















2. Segeltag: Poros Stadthafen -> Hydra

Meerenge von Proros
Bevor es heute weiter nach Hydra geht legen wir erst mal einen Stop im Stadhafen von Poros ein und erkunden die wundefrvolle Stadt. 



































Unter Motor durchqueren wir die Meerenge von Poros. Vorbei an der leicht am Hang liegenden Stadt und den unzähligen Yachten, Katamaranen und Touribooten die hier vor Anker liegen. 

Unterwegs ankern wir erneut um das kühle Nass (23°C) zu genießen. Inzwischen vertraue ich meinem Dica Pack sogar so weit, dass die Kamera ganz unter Wasser darf. Ein etwas mulmiges Gefühl bleibt aber dennoch. 
 


















Gegen 16 Uhr erreichen wir dann den kleinen aber traumhaft gelegenen Hafen von Hydra. Der Plan unseres Skippers geht voll auf und wir bekommen noch einen Platz direkt an der Mohle. Am Abend liegen die Boote dann sogar in dritter Reihe. Was mir sehr gefällt ist wie kammeradschaftlich man sich unter Segler gegenseitig beim anlegen hilft. 
Hafeneinfahrt von Hydra


Während der Großteil der Crew den Abend in der Sundowner Bar ums Eck ausklingen lässt, erklimmen Max und ich noch die Klippen rund um der Hafen und knipsen bei Bier und Sonnenuntergang noch ein paar Bilder, bevor wir dann die Anderen zum Essen treffen. 
Stadthafen Hydra im Sonnenuntergang

Am nächsten Morgen quäle ich mich schon vor Sonnenaufgang aus der jetzt schon viel zu warmen Koje. Da ich es selbst nach 3 Anläufen nicht schaffe den anvisierten Aussichtspunk oberhalb der Hafenbefestigung zu erreichen (entweder endet der Weg oder mich kläfft ein Hund an) suche ich mir weiter hinten im Tal einen anderen Platz. Leider entpuppt sich dieser aus Fotografischer Sicht als Flop. Also bleibt die Kamera in der Tasche und ich beobachte, zwischen Kakteen liegend, wie Hydra zum Leben erwacht. Bevor ich beim Bäcker frisches Brot besorge und wieder zur Crew stoße bestaune ich noch wie am Hafen die berühmten Esel beladen werden. Denn auf Hydra gibt es keine Autos und Einkäufe, Touristen und Baumaterial wird einfach per Muli transportiert.

3. Segeltag: Hydra -> Spetsai -> Porto Cheli

Nachdem dann alle Spätankömmlinge wieder ausgelaufen sind ist auch für uns der Weg frei und unter Segeln geht es weiter zum entferntesten Punk unseres Törns: Porto Cheli. 
Unterwegs drehen wir noch 2 Runden im Hafen von Spetsai. Einschließlich 3er Extrarunden für den Fotografen. :-) 

Kurz vor Porto Chelli entdecken wir wieder eine der zahlreichen und traumhaften Buchen und schmeißen kurzerhand einfach den Anker. 
Nach kurzer Abkühlung im smaragdfarbenen Wasser wird mein neues lieblings Spielzeug, das Dingi, klar gemacht.
Nach kurzer Erkundungstour durch die Bucht und leckerem Abendessen aus der Kombüse ziehen die Dingi-Boyz (Max und ich) los um den Sonnenuntergang einzufangen. Das Dingi wird an Land getragen und los gehts.

Als wir nach ca. 2 Stunden zurück zum Strand kommen der große Schreck: Unser Dingi ist weg.... Wir wollen schon unserer Crew einen bösen Streich unterstellen als uns klar wird, das wir Leichtmatrosen es einfach vergeigt haben und schlicht weg unser geliebtes, mit 5 PS motorisierte, Gummiboot nicht richtig festgemacht hatten. Das Donnerwetter unseres Skippers bereits im Ohr und vor Scham und Trauer ob des Verlustes aufgewühlt erspäht Max unser geliebtes Dingi im Mondschein mitten in der Bucht. Also nichts wie runter mit den Klamotten und die Dingi Boyz eilen zur Rettung!

4. Segeltag: Porto Cheli -> Poros -> Ermioni

Wir verlassen unsere Bucht vor Porto Cheli und machen uns auf den Weg zurück in Richtung Westen. Allerdings macht uns heute das Wetter einen Strich durch die Rechnung und trotz strahlend blauem Himmel und warmen Temperaturen jenseits von 30 Grad weht ein böhiger Wind und wir kämpfen mit 3m hohen Wellen. Um unserer Melia nicht zu viel zu zumuten drehen wir nach 2h ab und nehmen Kurs auf Ermioni. Unsere Mägen danken Jörn diese Entscheidung aber mindest genau so wie unser Boot.

Stärkerer Seegang zwischen Dokos und Hydra
Als wir endlich den sicheren Hafen in Ermioni erreichen zeigt sich erneut dass wir auf den richtigen Skipper gesetzt haben, denn ohne große Mühe parkt er die Melia bei starken Böhen rückwärts am sicheren Kai. Wiederum zeigt sich der tolle Zusammenhalt unter den Seglern, denn nach und nach kämpfen sich die Yachten in den sicheren Hafen und stehts sind helfende Hände vor Ort.

Als am späten Abend der Wind etwas nach lässt lasse ich mich kurzerhand mit dem Taxi zur Anhöhe auf der gegenüberliegenden Hafenseite bringen. Bevor ich die Gelegenheit bekomme den Hafen im Sonnenuntergang zu genießen, muss ich noch dem Taxifahrer klar machen, dass ein kleiner Ingenieur beim Bosch nicht das Klappern seines Diesel so mal spontan beheben kann. :-)

5. Segeltag: Ermioni -> Russian Bay -> Perdica

Da wir am Vortag deutlich weniger Strecke machen konnten als geplant und die Wellen nur etwas kleiner ausfallen machen wir uns sehr früh wieder auf den Weg. Aber Gott sei Dank wird das Wetter ab dem Kap vor Poros deutlich besser und ab Poros selbst haben wir wieder perfektes Segelwetter.























Wir ankern noch mal in der Russian Bay für einen kurzen Badestop und fahren dann sogar unter Segeln weiter bis Ägina wo wir im alten Hafen von Perdica an der Mole anlegen. Dies erweist sich erneut als Glücksgriff unserer Skipper denn die kleine vertäumte Stadt ist eine wahres Juwel.




6. Segeltag: Perdica -> Aigina Stadthafen -> Salamis -> Athen

Am unserem letzten Segeltag haben wir nur noch ein kurzes Stück Strecke vor uns. Wir haben sogar noch Zeit um gleich Morgens einen Abstecher in den Stadthafen von Ägina zu machen.


Unterwegs reicht dann die Zeit sogar noch für einen letzten Badestopp und ein wasch echtes Fotoshooting auf dem Boot.


Und so erreichen wir nach 6 Tagen wieder den Yachthafen von Kalamaki, wo wir unsere letzte Nacht an Bord der Melina verbringen.



Offiziell wird unser Törn mit der Überreichung der Seemeilenbestätigungen durch unseren Skipper beendet:

Abschluss in Athen

Abschließend war nochmals ein Tag in Athen angesagt. Wir hatten uns ja den Besuch der Akropolis noch aufgehoben.
Zunächst ging es aber an unserem letzten Abend auf den Mars Hill um den Sonnenuntergang über Athen zu bewundern. Dem Lichtspektakel leider fast ebenbürtig war der Tanz der vielen Taschendiebe.
Am Sonntag war es dann endlich soweit und bei schon extremen Temperaturen die im Laufe des Tages dann noch 40° erreichen sollten ging es zur größten Attraktion von Athen.
 

Da die Akropolis selbst mehr Baustelle als Sehenswürdigkeit ist mussten wir uns dann deren eigentliche Pracht im neuen Akropolis Museum ansehen.

Fazit

Ein genialer Urlaub, mit coolen Leuten, traumhaften Häfen, Buchten und Erlebnissen.

Ich möchte mich abschließend bei der gesamten Truppe bedanken! Es war ein traumhafter Urlaub, der uns extrem viel Spaß gemacht hat. Ich bin bereit für den nächsten Törn! :-)
Ganz besonders aber möchte ich mich bei unseren Skippern Jörn und Judit bedanken! DANKE dass ihr den Trip möglich gemacht habt und uns Landratten so souverän durch diesen genialen Urlaub geführt habt. Ich hoffe ich kann beim nächsten Törn all die Knoten noch :-)



Alle Bilder gibt es (fast) wie gewohnt auf meiner SmugMug Seite. Dieses Mal allerdings zweigeteilt. Alle (460) Bilder gibt es hier. Eine kleinere Auswahl (90 Bilder) gibt es hier.


LG
Euer Andi